Rummelpott

„Rummelpott“ von JoachimG - Eigenes Werk (Eigenes Foto). Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

„Rummelpott“ von JoachimG – Eigenes Werk (Eigenes Foto). CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Rummelpottlaufen ist eine sehr alte Silvesterbrauch aus dem tiefsten Norden von Norddeutschland bis hin nach Süddänemark.
Gruppen von Kinder ziehen durch ihre Nachbarschaft und fordern unter gepolter Süßigkeiten.

Brummtopf. Ölgemälde von Molenaer, 17

Brummtopf.  Molenaer, 17 Jahrhundert gemeinfrei

Rummelpottlaufen ist ein sogenannter Heischebrauch, bei dem es um das Fordern oder Erbitten von Gaben geht.
Seinen Anfang hat das Rummelpottlaufen schon zu Odins Zeiten, in den zwölf Nächte, Rauhnächten, um die Jahreswende. Man wollte mit dem gepolter die Wintergeister vertreiben.
Die heutige Variante stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Beim Rummelpott, in anderen Gebieten auch Brummtopf genannt, handelt es sich um ein einfaches Instrument, welchen ein polterndes Geräusch (poltern im norddeutschen rummeln) von sich gibt. Heutzutage nimmt man auch andere Instrumente, Hauptsache es macht Lärm.
Aber wie geht das Ganze
Die Kinder denken sich vorher einen Rummelpottspruch aus und verkleiden sich dementsprechend, dabei sollte man sie im Idealfall nicht erkennen. Lärmend ziehen die Kinder, mit dem Rummelpott, verkleidet, mit Sprüchen und typischen Rummelpottliedern  durch die Nachbarschaft und fordern, nach dem Vortrag, Süßigkeiten ein.
Rummelpottlieder
Fru, maak de Dör op!                                   Frau, mach die Türe!
De Rummelpott will rin.                                Der Rummelpott will rein.
Daar kümmt een Schipp ut Holland.            Da kommt ein Schiff aus Holland.
Dat hett keen goden Wind.                           Das hat kein guten Wind
Schipper, wulltst du wieken!                         Kapitän, du musst weichen.
Feermann, wulltst du strieken!                     Bootsmann, du musst streichen.
Sett dat Seil op de Topp                                Setzt das Segel ganz nach oben
un geevt mi wat in’n Rummelpott!                und gebt mir was in den Rummelpott!
Und
Hau de Katt de Schwanz aff                         Hau der Katze den Schwanz ab
hau em nich to lang aff,                                 Hau ihn nicht zu lang ab,
lat en lüdden Stummel stahn,                        Lass einen kleinen Stummel stehen,
dat de Katt kann wieder gahn.                       Damit die Katze kann weiter gehen.Rummelpott6Keine Sorge ich habe noch keine Katze getroffen die ihren Schwanz dabei verloren hat.
Wenn man dann alles zum Besten gegeben ist, wird der Lohn verlangt, in der Regel bekommen die Kinder Süßigkeiten, Mandarinen oder aber auch einen Euro, Erwachsene erhalten meist einen Schnaps oder Sekt, so sie nicht mit dem Auto unterwegs ist.
Und wie macht man einen Rummelpott?
                  Rummelpott4     Rummelpott5
Das ist gar nicht so schwer, man braucht einen Topf, aus dem Hühnerstall oder eine Blechdose, eine Schweineblase, aus einem gut sortierten Schweinestall oder man leiht sich etwas Leder von einer Ziege, ein Stecken, findet man auf Reetdachhäusern, und Tüddelband, ist meist auf Schiffen zu finden.                                                                                          Rummelpott1                    Rummelpott2
Und dann zur Anleitung : Rummelpott
Viel Spaß beim Rummelpottlaufen und einen Guten Rutsch ins Jahr 2016

 

Pelle zieht aus

Zum Heiligabend eine Geschichte von Astrid Lindgren.W 1Pelle zieht aus
Pelle ist böse. Er ist in einem solchen Grade böse, dass er beschlossen hat, von zu Hause wegzuziehen. Man kann einfach nicht weiter bei einer Familie wohnen, wo man in dieser Weise behandelt wird.
Das war morgens, als Papa ins Büro gehen wollte und seinen Füllfederhalter nicht finden konnte. „Pelle, hast du schon wieder meinen Füllfederhalter genommen?“, fragte Papa und packte Pelle hart am Arm.Pelle9
Pelle hatte schon manchmal Papas Füller ausgeliehen. Aber nicht heute. Heute steckte der Füller in Papas brauner Jacke, die im Schrank hing. Pelle war vollkommen unschuldig. Und Papa, der ihn so hart am Arm gepackt hatte? Und Mama? Sie hielt selbstverständlich zu Papa. Das hört jetzt aber auf! Pelle hatte die Absicht umzuziehen.

Aber wohin? Er kann zur See gehen. Das kann er. Auf das Meer, wo die großen Schiffe und die großen Wellen sind. Dort kann man sterben. Dann können die zu Hause aber jammern. Er kann auch nach Afrika fahren, wo wilde Löwen umherlaufen. Wenn Papa dann aus dem Büro nach Hause kommt und wie immer fragt: „Wo ist mein kleiner Pelle?“, dann weint Mama und sagt: „Pelle ist von einem Löwen aufgefressen worden.“ Ja, ja, so geht es, wenn man ungerecht ist!

Aber Afrika ist so weit fort. Pelle würde gern etwas mehr in der Nähe bleiben, damit er sehen könnte, wie Papa und Mama nach ihm weinen. Pelle beschließt deshalb, nach Tante Meier zu ziehen- so nennen sie das kleine graue Häuschen unten im Hof mit dem Herz in der Tür. Dort wird er hinziehen.Pelle8 Er fängt sofort an zu packen, seinen Ball, seine Mundharmonika und „Max und Moritz“. und dann ein Licht. Ja, in zwei Tagen ist doch Weihnachten. Pelle will in Tante Meier Weihnachten feiern. Da will er dann sein kleines Licht anzünden und „O du fröhliche, o du selige“ auf der Mundharmonika spielen. Das wird sehr traurig klingen, und man wird es bis hinauf zu Mama und Papa hören können.
Pelle zieht sich seinen feinen, hellblauen Mantel und die Handschuhe an und setzt die Ledermütze auf. Er nimmt die große Papiertüte mit dem Ball und der Mundharmonika und dem Licht in die eine Hand und „Max und Moritz“ in die andere. Und dann geht er direkt durch die Küche, damit Mama sehen kann, dass er jetzt umzieht. „Aber Pelle, willst du schon ausgehen?“, fragt Mama.
Pelle antwortet nicht. Ausgehen, ha! Sie sollte nur wissen. Mama sieht, dass Pelle eine tiefe Falte auf der Stirn hat, und dass seine Augen so dunkel sind.
„Pelle, Liebling, was hast du, wo willst du hin?“Pelle6
„Ich ziehe um!“
„Wohin denn?“, fragt Mama.
„Nach Tante Meier“, sagt Pelle.
„Pelle, das kann doch nicht dein Ernst sein! Wie lange willst du dort wohnen?“
„Immer“, sagt Pelle und legt die Hand auf den Türgriff. „Dann kann Papa ja jemand anders beschuldigen, wenn sein alter Füllhalter wegkommt.“
„Lieber guter Pelle“, sagt Mama und schlingt die Arme um ihn. „Willst du nicht doch bei uns bleiben? Wir tun dir vielleicht manchmal unrecht, aber wir lieben dich doch so sehr – so sehr.“
Pelle zögert. Aber nur einen Augenblick. Er schiebt Mamas Arm beiseite, wirft ihr einen letzten vorwurfsvollen Blick zu und wandert davon. Mama steht am Esszimmerfenster und sieht, wie eine kleine, hellblaue Gestalt hinter der Tür mit dem Herz verschwindet.Pelle3 Eine halbe Stunde vergeht. Dann hört Mama einige schwache Mundharmonikaklänge, die von Tante Meier herüberklingen. Es ist Pelle, er spielt „Nun ade, du mein lieb Heimatland“.                                                         Tante Meier ist ein richtig gemütlicher Ort, findet Pelle. Für den Anfang jedenfalls. „Max und Moritz“ und den Ball und die Mundharmonika hat er so heimelig wie möglich aufgestellt. Und in das Fenster hat er das kleine Licht gesetzt. Wie traurig wird es dort stehen und am Weihnachtsabend leuchten, falls Papa und Mama zu ihm hinuntersehen. Aus dem Esszimmerfenster.
Am Esszimmerfenster steht immer der Weihnachtsbaum. Der Weihnachtsbaum, ach ja. Und – und – die Weihnachtsgeschenke. Pelle schluckt. Nein, er hat nicht die Absicht, irgendwelche Weihnachtsgeschenke von Leuten anzunehmen, die behaupten, dass er Füllfederhalter stiehlt. Noch einmal spielt er „Nun ade, du mein lieb Heimatland“. Lang, sehr lang wird die Zeit in Tante Meier. Was mag Mama jetzt machen? Papa muss inzwischen auch schon nach Hause gekommen sein. Pelle würde so gern in die Wohnung hinaufgehen und sehen, ob sie sehr weinen. Aber es ist schwer, einen Grund dafür zu finden. Dann hat er einen Einfall.Pelle5 Er öffnet rasch den Riegel an der Tür und geht, nein, springt beinah über den Hof und die Treppen hinauf. Mama ist in der Küche.                                                       „Mama“, sagt Pelle, „wenn für mich vielleicht Weihnachtspostkarten ankommen sollten, willst du dann dem Briefträger sagen, dass ich umgezogen bin?“. Mama verspricht, es zu tun. Pelle geht zögernd wieder zur Tür. Die Füße sind ihm wie Blei.
„Pelle“, sagt Mama mit ihrer weichen Stimme. „Pelle – aber was tun wir mit deinen Weihnachtsgeschenken? Sollen wir die nach Tante Meier hinunterschicken, oder kommst du herauf und holst sie?“
Pelle1„Ich will keine Weihnachtsgeschenke haben“, sagt Pelle mit harter Stimme.
„Aber Pelle“, sagt Mama. „Das wird ja ein schrecklicher Weihnachtsabend. Kein Pelle, der die Kerzen am Weihnachtsbaum anzündet, kein Pelle, der dem Weihnachtsmann die Tür aufmacht . . . Alles, alles ohne Pelle . . .“
„Ihr könnt euch ja einen anderen Jungen anschaffen“, sagt Pelle mit zitternder Stimme.
„Nie im Leben!“, ruft Mama. „Pelle oder keinen! Es ist immer nur unser Pelle, den wir so lieb haben.“
„Ach so“, sagt Pelle mit noch mehr Zittern in der Stimme.
„Papa und ich, wir werden hier herumsitzen und den ganzen Weihnachtsabend weinen. Wir werden nicht einmal die Lichter anzünden. Wir werden nur weinen.“
Da lehnt Pelle den Kopf an die Küchentür und fängt an zu weinen, weint so herzzerreißend, so laut, so durchdringend – so fürchterlich! Er hat so großes Mitleid mit Papa und Mama. Und als Mama ihre Arme um ihn legt, drückt er sein Gesicht an ihren Hals und weint noch mehr, so sehr, dass Mama ganz nass davon wird.
„Ich verzeihe euch“, sagt Pelle zwischen den Tränen.
„Danke, lieber Pelle“, sagt Mama.Pelle7Viele, viele Stunden später kommt Papa aus dem Büro nach Hause und ruft wie immer bereits in der Diele:

„Wo ist mein kleiner Pelle?“
„Hier!“, schreit Pelle und wirft sich ihm in die Arme.

Astrid Lindgren

Ich wünsche allen schöne, besinnliche Weihnachten

Nordisch für Zugereiste 2 – Schapptüch

Ja, jetzt ist es wieder soweit, Weihnachten steht vor der Tür und 2 Wochen Urlaub bei der Schapptüch9Familie sind, mit Sack und Katz, angesagt.
Und die große Frage ist, was nehme ich zum Anziehen mit, ja ganz normal so die täglichen Klamotten Hose, Pullover und so, Wohlfühlsachen Hauptsache bequem eben. Aber Weihnachten soll es dann doch ein bisschen feiner sein und dann ist da auch noch ein Geburtstag im Kroog zu feiern. Es muss also Schapptüch mit.

Schapptüch6                                               Schapptüch7

Schapptüch8Schapptüch was ist das denn schon wieder?
Das ist gar nicht so schwer und wie immer kommt das aus lang vergangenen Zeiten.
Schapp heißt Schrank und Tüch heißt Kleidung.                                                         Kleidung also Anziehsachen aus dem Schrank, aus der Seite vom Schrank die man selten aufmacht. 
Früher hatte man ja nur wenig Kleidung und wenn man sonntags in die Kirche ging zog, man natürlich keine verwaschene und geflickte Kleidung an, da wurde der gute Anzug aus dem Schrank getragen. Schapptüch2
Aber was nehme ich jetzt mit? Schapptüch ist doch ein weiter Begriff. Weihnachten die gute Hose und Bluse, und zum Geburtstag das Abendkleid – Nein, habe ich eh nicht und es ist eine Einladung zum Frühstück, also wieder Hosen und guten Pullover.

Schapptüch1                        Schapptüch5

Das hört sich einfach an, aber die Sachen müssen gebügelt sein oder besser bügelfrei, das bekomme ich hin. Nur welche Klamotten genau, es ist nicht einfach ein Quäntchen eitel zu sein.
Nein das ist kein Schapptüch, dass ist ein Neoprenanzug

Nein das ist kein Schapptüch, das ist ein Neoprenanzug

De backt den Wiehnachtsmann sien Stuten – Poppenstuten

oder auch Wiehnachtspoppen. Poppenstuten4Neulich fielen mir zwei Broschüren „Auf den Spuren eines traditionellen Weihnachtsgebäck“ von Volker Schmeckthal in die Hände.
Bei diesem Weihnachtsgebäck handelt es sich um Wiehnachtspoppen, diese sind hell gebackenen Weizenkuchen mit rote Beete Saft bemalt. Wiehnachtspoppen sind auch unter Poppenstuten, Kindjeespoppen, Julpoppen, Wiehnachtstiere und anderen Bezeichnungen bekannt. Sie sind in vielen Formen wie Pferd, Engel, Tanne, Hahn, Katze, Hund, Fisch, Schwein oder Möschenpott und noch viele mehr in ganz Norddeutschland bekannt.
Poppenstuten7Woher kommen aber diese Tradition.
Sie haben eine sehr lange Tradition und kommen noch aus der vorchristlichen Zeit, wie auch das Julfest. Das Figurengebäck wurde schon um das Jahr 750 n.Chr. im „Verzeichnis heidnischer Bräuche“ in der vatikanischen Bibliothek erwähnt, sie, die                Poppenstuten2                Poppenstuten5
„Gestalten aus Mehlteig“ werden als „Heidenwecken“ erklärt.                                             So sind die Figuren heute heidnischer, christlicher und inzwischen auch weltlicher Bedeutung.
Pferd, Hahn und Schwein weisen auf die Nordgermanischen Mythologie hin.
Engel, Fisch und Tanne sind christliche Symbole.
Poppenstuten3Die Wiehnachtspoppen hingen früher am Weihnachtsbaum, wie heute die Schokoladennaschies oder die Kinder stellten ein Teller in das Fenster, der dann morgens mit Wiehnachtstieren und Peppernöt gefüllt war, der Bunteteller der Kinder.
Da stelle ich mir die Frage, ob nicht früher alles besser war. Nein es war natürlich nicht alles besser, aber Wiehnachtstiere und Peppernöt scheinen mir manchmal doch besser, als der ganze Schokoladenkram, den es heute so gibt.
Jetzt stellt sich noch die Frage wo bekomme ich die her und wo finde ich ein Rezept für die Wiehnachtspoppen.
Das ist gar nicht so einfach. Heute gibt es sie nur noch selten in den Bäckereien die sie herstellen und sie rücken die Rezepte, von wegen Betriebsgeheimnis und so, nicht raus. Das kann ich ja verstehen, macht die Suche aber nicht leichter.
Nach längerem suchen habe ich auch welche gefunden. Einige habe ich gleich verworfen, da habe selbst ich erkannt das die nicht traditionell waren.
Es waren aber auch brauchbare dabei, sie ähneln sich alle, wie es eben so ist, jeder hat sein eigenes Rezept.Poppenstuten1
Hier habe ich ein Rezept in etwa aus dem Jahr 1900.
750 g Zucker in 1 L Wasser aufkochen. Nach dem Erkalten mit 1500 g Mehl, 40 g Hirschhornsalz und 40-50 g Fett (Margarine) zu weichen Teig verrühren. Mit Nudelholz sehr dünn ausrollen. Figuren ausstechen und diese Backen, aufpassen das sie hell bleiben. Nach dem Backen, Konturen mit rote Beetesaft malen. Mit buntem Zucker und Goldschaum bestreuen.Poppenstuten6

Julklapp

Julklapp oder Wichteln was ist richtig ?
Julklapp natürlich !
Wo das Wichteln herkommt weiß ich nicht, jedenfalls nicht hier aus dem Norden.
Zur Namensfindung und Geschichte
Jul kommt aus dem Skandinavischen und heißt Weihnachten und Julklapp Weihnachtsgeschenk.
Ich zähle uns in diesem Fall zu den Skandinaviern, von wegen Jüten, Wikinger, dänische Verwaltung und so.
Das Julfest ist ein sehr altes Fest, welches noch aus der heidnischen Zeit stammt, es war das Fest zum Mitwinter, dem kürzesten Tag im Jahr.
Um 950 n.Chr. ordnete der König von Norwegen Håkon I. an, dass das Mitwinterfest und das christliche Weihnachtsfest am selben Tag, dem zu Christi Geburt, zu feiern ist. Im Laufe der Zeit wurde so aus dem heidnischen Fest ein christliches.
Max-Braun-Flickr.com

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Julklapp ist eine Tradition in der Adventszeit. Hierbei schenkt man sich, in einer Gruppe, gegenseitig kleine Geschenke.
Aber wie genau geht es genau ?                                                                                           Es fängt damit an, dass man im Vorwege alle Namen der Gruppe auf einen Zettel schreibt und jeden einen Zettel ziehen lässt, natürlich nicht seinen eigenen.
Für den Gezogenen besorgt man ein kleines Geschenk, es sollte ein Budget festgesetzt werden, außerdem denkt man sich einen kleinen, netten Spruch, über den zu Beschenkenden, aus und hängt diesen von außen an das Geschenk.
Wenn sich dann alle zum Julklapp treffen, werden die Geschenke in einen Sack gesteckt, nach und nach werden dann die Geschenke aus dem Büddel gezogen, der Spruch wird vorgelesen und man rät für wen das Geschenk ist. Nachdem alle ein Geschenk haben fängt das lustige Auspacken an.
Björn-Seibert-Flickr

Björn-Seibert-Flickr.com

Zum Geschenk
Es kommt nicht darauf an dass es groß und bombastisch ist, viel wichtiger ist ein lustiger Spruch und das lustige Auspacken.
Das Auspacken lustig wie denn das?
Verschenkt man z.B. einen Schlüsselanhänger wird er nicht kurz eingepackt und gut ist. Nein, man nimmt mindesten einen Schuhkarton oder einen noch größeren Karton und verpackt den Schlüsselanhänger mit viel Sorgfalt und ganz viel Papier, damit der Beschenkte ordentlich was zu tun hat und aufpassen muss, dass das Geschenk nicht im Papier verloren geht.
allerleirau-Flickr.com

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So habe auch ich es in meiner Kindheit oft mitgemacht.
Es gibt natürlich auch andere Varianten, wie ohne Namen und jeder zieht ein Geschenk das er dann behält oder es wird gewürfelt und jeder der eine 6 würfelt, bekommt ein Geschenk. Bei diesen Varianten fällt auch der Spruch weg.
Eine Sonderform ist das Greuel-Julklapp. Hierbei werden auch keine Namen gezogen und man packt, auch nichts Nettes ein, sondern irgendetwas was man schon lange loswerden will, wie das gehäkelte Klorollenpüppchen. Es sollte aber möglichst nichts ekelerregende sein.
Georg-Peter-Landsiedel-Flickr.com

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Bestimmt gibt es noch mehr Variationen, also jedem so wie er es mag.
Bei uns in der Familie gibt es Julklapp im wahrsten Sinne des Wortes.
Wir ziehen, für Weihnachten, jeder einen Namen und schenken, ohne Spruch, demjenigen etwas für bis zu 15,-€. So bekommt jeder aus der Familie nur ein Geschenk und keinem ist das zu wenig.
Die Bescherung machen wir meist am 1. Weihnachtstag, da da die meisten von uns zusammen kommen, alle zusammen zubekommen ist schwierig.
Und keine Angst, Kinder kommen nicht zu kurz, wir sind nur Erwachsene.
Nun wünsche ich euch viel Spaß beim Julklapp.